Von TARMED zu TARDOC in der Schweiz: was sich 2026 ändert und warum
Ab Januar 2026 wechselt die Schweiz vom ambulanten Tarifsystem TARMED zu TARDOC, ergänzt durch den Einsatz ausgewählter ambulanter Pauschalen. Dieser Wechsel stellt eine strukturelle Überarbeitung dar, wie ambulante medizinische Leistungen im nationalen Tarifsystem beschrieben werden.
Wenn Sie eine grundlegende Definition von TARDOC und seiner Rolle im schweizerischen Tarifsystem suchen, wird dieses Thema auf einer separaten Übersichtsseite behandelt. Diese Seite konzentriert sich gezielt darauf, was sich 2026 ändert und aus welchen Gründen der Systemwechsel erfolgt.
Vereinfacht gesagt spiegelt der Übergang von TARMED zu TARDOC das Bestreben wider, die Tarifstruktur so zu aktualisieren, dass sie besser mit heutigen Formen ambulanter medizinischer Arbeit übereinstimmt. Die Veränderung betrifft die Systemlogik und Struktur, nicht einzelne medizinische Entscheidungen oder die klinische Praxis.
Diese Seite bietet eine hintergrundorientierte Einordnung der Änderungen mit der Einführung von TARDOC und der Gründe für den Systemwechsel. Sie beschreibt weder Abrechnung, noch Interpretation oder Anwendung in konkreten Fällen.
Was sich mit dem Übergang zu TARDOC ändert
Mit dem Übergang im Jahr 2026 wird das ambulante Tarifsystem in der Schweiz auf struktureller Ebene neu organisiert.
Zentrale Änderungen sind unter anderem:
- Die Ablösung von TARMED als zentralem Tarifsystem durch TARDOC für ambulante medizinische Leistungen
- Eine überarbeitete Art der Beschreibung und Gruppierung ambulanter medizinischer Arbeit
- Die parallele Anwendung von ambulanten Pauschalen für ausgewählte Leistungen neben TARDOC
- Die ausdrückliche Berücksichtigung einer definierten Übergangs- und Einführungsphase
Diese Änderungen betreffen die Darstellung von Leistungen im Tarifsystem. Sie implizieren keine unmittelbaren Veränderungen klinischer Abläufe oder individueller medizinischer Verantwortlichkeiten.
Warum sich das Tarifsystem ändert
Der Übergang von TARMED zu TARDOC basiert auf der Einschätzung, dass die bisherige Tarifstruktur nicht mehr vollständig widerspiegelte, wie ambulante medizinische Versorgung heute erbracht wird.
Im Laufe der Zeit hat sich die ambulante Medizin in Bereichen wie Diagnostik, Dokumentation, medizinischer Beurteilung sowie im zeitlichen und fachlichen Verantwortungsumfang weiterentwickelt. TARDOC wurde entwickelt, um hierfür einen aktualisierten strukturellen Rahmen innerhalb des Tarifsystems bereitzustellen.
Diese Begründung bezieht sich auf die Gestaltung der Tarifstruktur selbst und nicht auf Kostenziele, Vergütungshöhen oder Leistungsbewertung.
Was unverändert geblieben ist
Trotz des Systemwechsels bleiben mehrere grundlegende Aspekte unverändert.
Ambulante medizinische Leistungen in der Schweiz werden weiterhin über nationale Tarifsysteme geregelt. Die Abgrenzung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung bleibt bestehen.
Kantone, Versicherer und offizielle Tariforganisationen sind weiterhin für verbindliche Auslegungen und Umsetzungsdetails zuständig. Massgeblich bleiben die jeweiligen offiziellen Publikationen.
Was Praxen typischerweise während der Übergangsphase wahrnehmen
Während der Übergangsphase können Praxen feststellen, dass vertraute Verweise auf TARMED in offiziellen Unterlagen und Mitteilungen schrittweise durch TARDOC-bezogene Begriffe ersetzt werden.
Gleichzeitig können Hinweise auf ambulante Pauschalen bei bestimmten Leistungen sichtbarer werden, während andere Leistungen weiterhin innerhalb der Tarifstruktur beschrieben sind. Wie stark dies wahrgenommen wird, kann je nach Fachgebiet, Kanton und Versicherer variieren.
Diese Beobachtungen spiegeln einen Systemwechsel auf struktureller Ebene wider und nicht Veränderungen im medizinischen Praxisalltag.
Wer betroffen ist
Vom Übergang von TARMED zu TARDOC betroffen sind Ärztinnen und Ärzte sowie Gruppenpraxen im ambulanten Bereich, ebenso wie Mitarbeitende im Praxismanagement und in administrativen Funktionen mit Bezug zu tarifrelevanten Unterlagen.
Patientinnen und Patienten sind auf Systemebene indirekt betroffen. Diese Seite befasst sich nicht mit individueller medizinischer Behandlung oder patientenspezifischen Entscheidungen.
Offene Fragen und Bereiche mit Unklarheiten
Wie bei jedem landesweiten Systemwechsel unterliegen bestimmte Aspekte der Einführung weiterhin der Klärung.
Dazu gehören unter anderem:
- Wie einzelne Leistungen konsistent TARDOC oder ambulanten Pauschalen zugeordnet werden
- Wie sich Auslegungen während der frühen Umsetzungsphase weiterentwickeln
- Wie kantonale oder versichererspezifische Vorgaben in der Praxis variieren können
Solche Unklarheiten sind Teil einer Übergangsphase und werden im Laufe der Zeit durch offizielle Präzisierungen adressiert.
Häufige Fragen
Warum wird TARMED durch TARDOC ersetzt?
TARMED wird ersetzt, da seine Struktur die heutige ambulante medizinische Arbeit nicht mehr vollständig abbildete. TARDOC wurde als aktualisiertes Tarifsystem entwickelt.
Verändert TARDOC die medizinische Praxis im Jahr 2026?
Nein. TARDOC verändert die Art und Weise, wie Leistungen im Tarifsystem beschrieben werden, nicht die medizinische Versorgung selbst.
Geht es bei diesem Wechsel hauptsächlich um Kosten oder Einsparungen?
Diese Seite behandelt strukturelle und systemische Aspekte. Kosten, Vergütungshöhen oder finanzielle Auswirkungen werden nicht thematisiert.
Müssen Praxen sich 2026 sofort anpassen?
Der Übergang erfolgt innerhalb einer Einführungsphase. In vielen Fällen betreffen die zunächst sichtbaren Änderungen vor allem Dokumentation, Terminologie und Systemverweise und nicht klinische Abläufe. Zeitpunkt und Ausgestaltung können variieren.
Erklärt diese Seite, wie TARDOC praktisch angewendet wird?
Nein. Diese Seite liefert ausschliesslich Hintergrundinformationen und keine operative oder abrechnungsbezogene Anleitung.
Diese Seite basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen mit Stand Januar 2026 und bietet eine sachliche Einordnung der Hintergründe und Gründe des Systemwechsels. Spätere offizielle Präzisierungen können die praktische Umsetzung beeinflussen.